Ist Ihr Dach bereit für eine PV-Anlage?

Durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen, insbesondere bei Nutzungsänderungen, wird die Bauphysik, allem voran der Feuchtetransport, auf Flachdächern grundlegend verändert. Bisherige Flachdachkonstruktionen funktionierten derart, dass die Staunässe – auch durch Kondensat im Winter entstanden – im Sommer durch die direkte Sonneneinstrahlung wieder diffundieren kann. Durch die Montage von PV-Anlagen wird dieses Prinzip stark beeinträchtigt. Die Funktionstüchtigkeit ist aber entscheidend für die Lebensdauer der Isolation und somit für die Nutzungsdauer des Daches.

Die aktuelle Norm geht davon aus, dass Flachdachkonstruktionen grundsätzlich trocken sind, um ihre bauphysikalischen Aufgaben, zum Beispiel des konstruktiven Wärmeschutzes, zu erfüllen. Tatsächlich gibt es in der Praxis aber so gut wie keine trockenen Dachkonstruktionen. Eine zusätzliche Verschattung durch das nachträgliche Aufbringen einer PV-Anlage kann sich zusätzlich negativ auf die Feuchtigkeitsentwicklung im Dachpaket auswirken.

Es versteht sich daher von selbst, dass es sehr sinnvoll ist, das Dachschichtenpaket beim Einbau von Photovoltaik-Anlagen dauerhaft zu überwachen, um allfällig notwendige Maßnahmen zeitnah ergreifen zu können. Durch eine langfristige und flächendeckende Installation eines Flachdach-Monitoringsystems wird mit Hilfe intelligenter Berechnungen permanent der tatsächliche Feuchtigkeits- und Temperaturzustand des Dachpaketes dargestellt.

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